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Welche Fotos auf eine Handwerker-Website gehören

Bilder sind Ihr Arbeitsnachweis

Im Handwerk sieht man das Ergebnis. Ein sauber verlegter Boden, eine neu eingedeckte Dachfläche oder ein aufgeräumter Schaltschrank sagen mehr über Ihre Arbeit als jede Beschreibung. Fotos sind deshalb auf einer Handwerker-Website kein Schmuck, sondern Beweisstück.

Die Frage ist also nicht, ob Sie Fotos zeigen, sondern welche. In diesem Artikel geht es um die Motive, die wirklich etwas bewirken, und darum, wie Sie sie ohne Profiausrüstung hinbekommen.

Fünf Motivgruppen, die sich bewähren

  • Fertige Arbeiten: das Ergebnis, möglichst aus einer Perspektive, in der man die Qualität erkennt, und einmal im Überblick.
  • Vorher und nachher: zwei Aufnahmen vom selben Standpunkt, die den Unterschied sichtbar machen.
  • Menschen bei der Arbeit: Hände am Werkzeug, ein Kollege auf dem Gerüst, das Team vor dem Fahrzeug.
  • Werkstatt, Lager und Fahrzeuge: Sie zeigen, dass es Ihren Betrieb wirklich gibt und wie er ausgestattet ist.
  • Details und Material: Fugenbild, Anschlüsse, Oberflächen, verwendete Werkstoffe. Solche Nahaufnahmen sprechen Kunden an, die auf Sorgfalt achten.

Vorher-nachher richtig fotografieren

Vergleichsbilder wirken nur, wenn sie wirklich vergleichbar sind. Merken Sie sich beim ersten Foto den Standpunkt, zum Beispiel an einer Türkante oder einem Fenster, und fotografieren Sie das Ergebnis später exakt von dort aus. Gleiche Höhe, gleicher Bildausschnitt.

Gewöhnen Sie sich an, bei jedem Auftrag vor Arbeitsbeginn kurz ein Foto zu machen. Es kostet Sekunden, und nach ein paar Monaten haben Sie eine Sammlung, die kein Stockfoto ersetzen kann.

Gute Fotos mit dem Smartphone

Aktuelle Smartphones machen für eine Website ausreichend gute Bilder. Entscheidend ist weniger die Technik als die Aufnahme selbst. Diese Punkte machen den größten Unterschied:

  • Linse abwischen. Auf Baustellen ist sie schnell verstaubt, das Bild wird dann milchig.
  • Tageslicht nutzen und nicht direkt gegen ein Fenster oder die Sonne fotografieren.
  • Querformat wählen. Für Titelbilder und Galerien auf Websites passt es meist besser.
  • Vorher aufräumen: Eimer, Kabel, Verpackungen und Leitern aus dem Bild nehmen.
  • Gerade halten. Schiefe Horizonte und stürzende Linien fallen besonders bei Innenräumen auf.
  • Mehrere Aufnahmen machen und später die beste auswählen.

Was besser nicht auf die Website gehört

Nicht jedes Foto hilft. Unscharfe oder sehr dunkle Bilder schaden eher, als dass sie nützen. Auch Aufnahmen, auf denen Arbeitsschutz offensichtlich fehlt, sollten Sie weglassen, denn aufmerksame Kunden und Bewerber sehen das.

Vorsicht auch bei Bildern, die zu viel preisgeben: Hausnummern, Autokennzeichen, Namensschilder an Briefkästen oder private Gegenstände im Haus Ihrer Kunden gehören nicht ins Netz. Schneiden Sie solche Stellen ab oder wählen Sie einen anderen Ausschnitt.

Rechte und Einverständnis

Sobald Personen erkennbar sind, brauchen Sie in der Regel deren Einverständnis, das gilt auch für Ihre Mitarbeiter. Am einfachsten halten Sie das schriftlich fest. Wenn Sie im Haus oder auf dem Grundstück eines Kunden fotografieren, fragen Sie vorher, ob Sie die Bilder für Ihre Website verwenden dürfen. Die meisten Kunden haben nichts dagegen, wenn man sie fragt.

Fotos aus dem Internet dürfen Sie nicht einfach übernehmen. Auch Bilder von Herstellern sind oft nur unter bestimmten Bedingungen freigegeben. Im Zweifel gilt: lieber eigene Aufnahmen. Bei rechtlichen Einzelfragen hilft Ihnen Ihre Kammer oder ein Anwalt weiter.

Ordnung spart später Zeit

Legen Sie auf dem Handy oder in einem Cloud-Ordner ein Album für Website-Fotos an und sortieren Sie gute Aufnahmen gleich dorthin. Eine kurze Notiz zum Auftrag, etwa „Badsanierung, bodengleiche Dusche“, hilft später beim Beschriften der Galerie.

Wählen Sie für die Website lieber wenige starke Bilder als viele mittelmäßige. Eine Galerie mit einer gut kuratierten Auswahl wirkt professioneller als eine lange Reihe ähnlicher Aufnahmen.

Kurz zusammengefasst

  • Echte Arbeiten, Menschen, Fahrzeuge und Details zeigen
  • Vorher-nachher vom selben Standpunkt aufnehmen
  • Linse sauber, Tageslicht, Querformat, aufgeräumt
  • Keine privaten Details von Kunden im Bild
  • Einverständnis von erkennbaren Personen einholen
  • Lieber wenige gute als viele durchschnittliche Fotos

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